Collax V-Bien 6.5.12

Release Notes

Release-Datum: 26.04.2016

Inhalt

Neu in diesem Release

  1. USV-Unterstützung
  2. Beschleunigte Migration virtueller Maschinen
  3. Betriebssystem Typen Windows 10 und Windows Server 2016
  4. Bildschirmauflösung
  5. Erweiterte Einstellungen für Datensicherungsziele
  6. Neue Warnmethode signalisiert Bedieneingriff
  7. Neues virtuelles BIOS und Windows-Virtio-Treiber für virtuelle Maschinen
  8. Strg + Alt + Entf
  9. Linux Kernel 3.12.58
  10. Wichtige Systempakete

In diesem Release behobene Probleme

  1. Internet-Domain-Name-Server Bind
  2. OpenSSL - DROWN-Angriff
  3. Fernzugriffprogramm OpenSSH

Hinweise

Update installieren

Vorgehen

  1. Fahren Sie alle virtuellen Maschinen über das Cluster Management GUI vor der Durchführung der nächsten Schritte herunter. Beachten Sie hierbei, dass VMs die in den Ruhezustand Modus (Hibernate) versetzt werden dabei ihre Ruhezustandsdatei verlieren. Der Ruhezustand ist in erster Linie für mobile PCs als Energiesparmodus gedacht.


    Beachten Sie, dass gegebenenfalls die Protokollierungsabfrage für Windows-Betriebssysteme vor dem Herunterfahren abgeschaltet werden muss. Um aktuellere Betriebssysteme besser unterstützen zu können, waren erstmals größere Änderungen an der virtuellen Hardware notwendig. Durch die Aktualisierung der Softwarekomponenten findet ein Austausch der virtualisierten Hardware statt, ähnlich einem Mainboard-Tausch. Hier kann es vorkommen, dass Windows-Betriebssysteme und teilweise auch Microsoft Office erneut aktiviert werden muss. Durch die Installation neuer Gerätetreibersoftware von Windows Update kann es in der Folge auch notwendig sein, einen neuen Netzwerkadapter zu konfigurieren und einen weiteren Neustart erforderlich machen.


  2. Für dieses Update ist es zudem notwendig, dass beide Nodes gleichzeitig im Wartungsmodus sind.


  3. Klicken Sie im Dashboard auf den Bereich Hochverfügbarkeit


  4. Wählen Sie nacheinander beide V-Bien Nodes aus und wechseln Sie in den Dialog Wartungsmodus starten in dem Sie mit der rechten Maustaste die Aktion wählen.


  5. Setzen Sie nun beide Nodes in den Wartungszustand indem Sie die Abfrage im Dialog bestätigen. Warten Sie ab, bis der Wartungsmodus erreicht ist. Der Fortschritt wird in der Liste der Hintergrundaktivitäten angezeigt.


  6. Schließen Sie den Dialog


  7. Markieren Sie in der Liste der Nodes den Node, dessen Software aktualisiert werden soll mit einem rechten Mausklick.


  8. Wechseln Sie in den Dialog Systemupdate ....


  9. Klicken Sie Auf Updates prüfen. Der Abschluss wird mit „100%“ angezeigt.


  10. Klicken Sie Herunterladen und installieren. Diese Funktion lädt dann die aktuellen Software-Pakete vom Update-Server herunter und installiert diese. Der Abschluss wird mit Install - 100% angezeigt.


  11. Ein neuer Kernel wird installiert, daher erfolgt zwei Minuten nach der Installation des Systemupdates ein automatischer Neustart des Nodes. Ein entsprechender Hinweis wird beim Abschluss des Update-Vorgangs ausgegeben. Warten Sie den Neustart des Nodes ab.


  12. Wiederholen Sie den Update-Vorgang für den nächsten Node, der aktualisiert werden soll.


  13. Setzen Sie die beiden Nodes erst aktiv, nachdem diese upgedatet und neu gestartet sind. Wenn alle Cluster Nodes aktualisiert und aktiv im Cluster sind, können Sie die virtuellen Maschinen wieder starten.



Neu in Version 6.5.12

USV-Unterstützung

Ab diesem Release kann das System den Betriebszustand von USVs überwachen und entsprechend reagieren. Falls der angeschlossene Stromkreis ausfällt und die Batterie entlädt, werden virtuelle Maschinen und schließlich die Cluster Nodes heruntergefahren. Eine aktuelle Liste aller unterstützten USVs erhalten Sie in der Collax HWCL.


Beschleunigte Migration virtueller Maschinen

Durch den Einatz neuer Softwarekomponenten zur Verwaltung virtueller Maschinen (libvirt) konnte die Migration von virtuellen Maschinen beschleunigt werden.


Betriebssystem Typen Windows 10 und Windows Server 2016

Ab diesem Release wird der Assistent für virtuelle Maschinen um die beiden Betriebssystem Typen Windows 10 und Windows Server 2016 ergänzt. Updates von besetehenden virtuellen Maschinen können zudem ohne weitere Änderungen an der Konfiguration durchgeführt werden.


Bildschirmauflösung

Durch den Einsatz neuartiger Komponenten zur Verwaltung virtueller Maschinen ist eine maximale Bildschirmauflösung der Bildschirmkonsole der virtuellen Maschinen bis 2560x1600 Pixel mit einer Farbtiefe von 32bit möglich.


Erweiterte Einstellungen für Datensicherungsziele

Mit diesem Update können individuelle Einstellungen für Sicherungsziele hinterlegt werden.


Neue Warnmethode signalisiert Bedieneingriff

Mit diesem Update wird eine Methode implementiert, um nicht eindeutig identifizierbare Situationen im Clusterverbund zu erkennen und dem Administrator zu signalisieren. Es konnte zu Missverständnissen führen, wenn eine Node nicht angeschalten ist oder nicht erreicht werden kann oder anderweitig nicht gesehen werden kann. Solche Situationen erfordern einen entsprechenden Bedieneingriff.


Neues virtuelles BIOS und Windows-Virtio-Treiber für virtuelle Maschinen

Das BIOS für virtuelle Maschinen (SeaBIOS 1.8.2) und die Virtio-Treiber für Windows werden mit diesem Update erneuert. Um optimale Performance und Stabilitäts-Ergebnisse zu erhalten, sollten für entsprechende Windows-VMs die neuen VirtIO-Treiber für Festplatten und Netzwerkkarten installiert werden.


Strg + Alt + Entf

Mit diesem Update wird die Tastenkombination "Strg + Alt + Entf" deaktiviert um versehentliche Neustarts zu unterbinden.


Linux Kernel 3.12.58

Mit diesem Update wird der Linux Kernel 3.12.58 installiert.


Wichtige Systempakete

Folgende wichtige Systempakete werden mit der neuen Version installiert. Sie dienen der Pflege des Systems und wirken sich positiv auf Geschwindigkeit und Stabilität des Collax V-Bien Clusters aus.



Behobene Probleme in Version 6.5.12

Internet-Domain-Name-Server Bind

Im Quell-Code des Internet-Domain-Name-Server wurden Sicherheitslücken entdeckt. Diese werden mit diesem Software-Update geschlossen.


Die Version Bind 9.9.8-P3 wird installiert und bezieht sich auf folgende Common Vulnerabilities and Exposures (CVE):


CVE-2015-8704 CVE-2015-3193 CVE-2015-8000 CVE-2015-8461 CVE-2015-5722 CVE-2015-5986


OpenSSL - DROWN-Angriff

Sicherheitsforschern ist es gelungen, Sicherheitslücken auszunutzen und damit verschlüsselte Verbindungen zu knacken. Diese Lücken werden mit diesem Software-Update geschlossen. Neben der Integration diverser Patches wurde SSLv2 zudem deaktiviert. Siehe auch hier.


Fernzugriffprogramm OpenSSH

Im Quellcode von OpenSSH wurden Sicherheitslücken entdeckt. Diese werden mit diesem Software-Update geschlossen.


Mit diesem Update wird Version 7.1p2 installiert.


Siehe OpenSSH Release 7.1



Hinweise

Windows-Setup gibt Fehlermeldung 0x80300001 aus

Wird Windows Server 2008 R2 auf VirtIO-Festplatte mithilfe der VirtIO-Treiber-CD für Windows installiert, meldet Windows nach dem Erkennen der Partitionen und Klicken auf den Knopf Weiter den Fehlercode 0x80300001. Die Meldung bedeutet, dass die Installations-CD von Windows wieder eingelegt werden soll.