Release Notes CBS 7.2.48

Collax Business Server
09.09.2026

Hinweise zur Installation

Update installieren

Zur Installation dieses Updates führen Sie bitte die folgenden Schritte durch:

Vorgehen

  1. Nehmen Sie zuerst mit dem Collax Backup System eine Sicherung aller Systemdaten vor bevor Sie die nächsten Schritte des Software-Upgrades durchführen. Prüfen Sie, ob das Backup korrekt durchgeführt werden konnte. Die erforderlichen Informationen erhalten Sie bei korrekter Konfiguration per E-Mail.
  2. Gehen Sie auf Menu → Software → Systemupdate und klicken auf Paketliste holen. Der erfolgreiche Vorgang der Aktualisierung der Paketliste wird mit Done! markiert.
  3. Klicken Sie auf Pakete holen. Diese Funktion lädt dann die eben angezeigten Update-Pakete herunter.
  4. Klicken Sie nun auf Installieren. Diese Funktion installiert das neue Update. Das Ende des Vorgangs wird mit einem Done! angezeigt.
  5. Mit diesem Update wird ein neuer Kernel installiert. Nach der Installation des System-Updates erfolgt ein automatischer Neustart des Servers. Ein entsprechender Hinweis wird beim Abschluss des Update-Vorgangs ausgegeben.

Neu in dieser Version

Neue Anwendung: Collax Chat

Mit diesem Update erhalten alle Anwender von Collax Business Server, Collax Groupware Suite und dem Modul Collax Communication das neue Collax Chat. Der Collax Chat basiert auf Zulip.

Benutzer und Gruppen werden aus der Benutzerverwaltung übernommen und alle fünf Minuten abgeglichen. Neu angelegte Benutzer stehen also ohne weiteres Zutun im Chat zur Verfügung, entfernte Benutzer verlieren ihren Zugang.

Die Anmeldung erfolgt per Single Sign-on. Im Benutzerportal Web-Access erscheint für berechtigte Benutzer automatisch ein Eintrag. Für die Berechtigung stehen drei Stufen zur Verfügung: Benutzer, Manager und Administrator.

Wichtig: Für die Nutzung der Zulip-App auf Mobilgeräten ist die Anmeldung ebenfalls über Single Sign-on vorgesehen. Eine Anmeldung per E-Mail-Adresse und Passwort ist nicht möglich.

Benutzerverwaltung: Benutzerfoto

In der Benutzerverwaltung lässt sich jetzt zu jedem Benutzer ein Benutzerfoto hinterlegen. Das Bild wird beim Hochladen automatisch verkleinert und steht anschließend allen Anwendungen zur Verfügung, die Profilbilder anzeigen - etwa dem Collax Chat und den Adressbüchern der Groupware. Die Fotos werden in der Datensicherung mitgesichert und bei einem Restore wiederhergestellt.

Damit auch bei Benutzern aus dem Active Directory das dort gepflegte Foto übernommen wird, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Jeden Benutzer mit Bild im Active Directory nochmal editieren, so dass er eine neue Unique Serial Number bekommt.
  2. Über die Konsole den AD-Dienst stoppen, den Cache (/var/cache/adsuckd/) leeren, Dienst wieder starten. Unser Support steht Ihnen hierbei gerne zur Seite.

Werkzeugkasten: E-Mails und Dateien prüfen

Im Werkzeugkasten steht ein neues Formular zum Prüfen von E-Mails und Dateien bereit. Verdächtige E-Mails können hochgeladen werden. Für jeden Scanner wird dann ein Ergebnis angezeigt, E-Mail-Container werden dabei entpackt und ihre Anhänge einzeln geprüft, neben dem üblichen Mail-Format auch winmail.dat und Outlook-Nachrichten im Format .msg.

Grommunio: Mehrere Mail-Domains

Die Unterstützung für mehrere Mail-Domains wurde deutlich ausgebaut. Sie umfasst nun auch den Empfang und den Versand über die jeweils zugehörige Domain, öffentliche Ordner sowie Ressourcen wie Räume und Geräte. Auch die Übernahme öffentlicher Ordner aus einer Kopano-Migration berücksichtigt jetzt mehrere Domains.

Grommunio: Ressourcen gehören zu einer Mail-Domain

Ressourcen wie Räume und Geräte gehören zu genau einer Mail-Domain. Dies ist jetzt auch auf der Admin-Oberfläche eindeutig dargestellt. Ressourcen sind auch dann per Mail erreichbar, wenn sie nicht in der Haupt-Domain liegen. Bisher wurden Einladungen an solche Räume mit “user unknown” abgewiesen. Derselbe Name lässt sich nun in mehreren Domains verwenden.

Wichtig: Ressourcen, die bisher mehreren Domains zugeordnet waren, werden beim Update automatisch in je eine Ressource pro Domain aufgeteilt. Die bestehenden Postfächer bleiben dabei mit ihren Kalenderdaten erhalten.

Grommunio: Organisationen

Für größere Umgebungen lassen sich Organisationen jetzt in der Administrationsoberfläche verwalten.

Firewall: Portweiterleitungen per Rechtsklick schalten

In der Übersicht der Portweiterleitungen lassen sich einzelne Regeln jetzt direkt per Rechtsklick aktivieren und deaktivieren. Bisher war dafür jedes Mal der Weg über die Detailansicht nötig.

System-Management: Täglicher Lizenz-Check

Der Lizenzstatus wird ab sofort täglich statt wöchentlich abgefragt. Der automatische Wechsel von auslaufenden Avira-Lizenzen auf Collax Virus Protection greift damit schneller.

In dieser Version behobene Probleme

System-Management: Linux Kernel 6.6.156

Mit diesem Update wird der Linux Kernel auf Version 6.6.156 aktualisiert.

Für den Linux-Kernel wurde eine kritische Sicherheitslücke geschlossen, die lokal angemeldeten Benutzern Root-Rechte verschafft. Generell sollte keinem Benutzer ein SSH-Zugang zum Server gegeben werden.

Security: Red-Team-Einsatz beim Collax Security Gateway

Das Collax Security Gateway wurde im Rahmen eines Red-Team-Einsatzes des externen Sicherheitsdienstleisters turingpoint GmbH aus Hamburg mit untersucht. Die dabei gemeldeten Schwachstellen sind mit diesem Update behoben. Die Korrekturen betreffen gemeinsam genutzte Bestandteile und wirken daher in allen Collax-Produkten.

Security: Anmeldung und Privilegien-Wrapper

Die Anmeldung an der Administrationsoberfläche wurde überarbeitet. Zugangsdaten sind für Skripte im Browser nicht mehr auslesbar, und der frühere Anmeldeweg, über den sie dorthin gelangten, ist entfallen. Zusätzlich wurden die Privilegien-Wrapper (suwrap) der Administrationsoberfläche gehärtet.

Security: ClamAV 1.4.5

Der Virenscanner ClamAV wurde auf die aktuelle LTS-Version 1.4.5 gehoben. Die bisher eingesetzte Version 1.0.x wird von den Entwicklern nicht mehr gepflegt, weshalb im Protokoll die Warnung “Your ClamAV installation is OUTDATED!” erschien. Diese entfällt nun, die Erkennung selbst war davon nicht betroffen.

Security: ProFTPD

Für den FTP-Server ProFTPD wurden bekannt gewordene Sicherheitslücken geschlossen.

DHCP: Adressvergabe aus einem fremden Pool

Der DHCP-Server konnte unter Umständen einem Rechner eine Adresse aus einem anderen Pool zuweisen. Das ist behoben.

Bitte beachten Sie: Ist ein Pool ausgeschöpft, werden den zugewiesenen Rechnern keine Adressen mehr aus einem anderen Pool zugewiesen. Sie bleiben dann ohne Adresse.

System-Management: Minibus auf Prozessoren ohne AVX2

Auf älteren Prozessoren ohne AVX2-Unterstützung startete der Dienst Minibus nicht und meldete sich im Monitoring als Fehler. Das ist nun korrigiert.

File: Benutzer-Quota aus einer Gruppe

Wurde eine Benutzer-Quota aus einer Gruppe entfernt, blieb die alte Beschränkung in seltenen Fällen weiterhin aktiv. Schreibzugriffe wurden dann abgelehnt, obwohl das verbleibende Gruppenlimit ausgereicht hätte.

Mail: REDIRECT-Regeln im Mail-Filter

Im Mail-Filter führten REDIRECT-Regeln auf eine Adresse der eigenen Mail-Domain zu einem Bounce mit “User unknown in virtual alias table”. Die Adressen werden nun korrekt aufgelöst.

Mail: Verteiler mit dem Namen einer Gruppe

Trägt ein Mail-Verteiler denselben Namen wie eine Gruppe, wird beim Speichern nun gewarnt. Bisher wurde die Liste in einem solchen Fall stillschweigend verworfen.

Zertifikate: Fehlermeldungen von Let’s Encrypt

Schlug die Ausstellung eines Let’s-Encrypt-Zertifikats fehl, lief der Vorgang bisher in einen nichtssagenden Timeout. Im Job-Protokoll steht jetzt die betroffene Domain und der von Let’s Encrypt gemeldete Grund.

Kopano: Let’s-Encrypt-Zertifikate für IMAPS

Bei der Groupware Kopano wurden Let’s-Encrypt-Zertifikate für IMAPS nicht akzeptiert. Mail-Programme lehnten die verschlüsselte Verbindung deshalb ab. Das ist nun korrigiert.

Proxy: Collax URL-Filter

Die URL-Filterung des Collax URL-Filters im Web-Proxy wurde überarbeitet.

Grommunio: Multi-Domain-Konfiguration nach einem Update

Ein Fehler, durch den die Multi-Domain-Konfiguration nach einem Update nicht mehr griff, ist behoben.

Grommunio: Gemeinsam genutzte Postfächer und Ressourcen

Bei gemeinsam genutzten Postfächern und Ressourcen wurden mehrere Fehler korrigiert: E-Mails an eine gemeinsame Ressource vom Typ Postfach kamen nicht an, Räume wurden mit “user unknown” abgewiesen, und Shared User beziehungsweise Shared Mailboxes funktionierten nicht zuverlässig.

Grommunio: Volltextsuche

Die Volltextsuche wurde durch die Aufnahme von grommunio-index beschleunigt. Damit ist auch die Suche in der Groupware-Weboberfläche wieder zuverlässig.

Grommunio: Abmeldungen in der WebApp

Es gab Fälle, bei denen Benutzer aus dem Active Directory von der WebApp zu schnell wieder abgemeldet wurden. Dies ist nun behoben.

Grommunio: Stellvertreterfunktion und Assistent

Überarbeitet wurden die Stellvertreterfunktion und der Assistent zur Inbetriebnahme.

Grommunio: Aktualisierte Komponenten

Die Grommunio-Komponenten wurden aktualisiert.

Hinweise

Zusatz-Software: Bitdefender - Patternupdate nach Inbetriebnahme

Nach Inbetriebnahme des Moduls Collax Antivirus powered by Bitdefender kann es einige Minuten dauern, bis die aktuellen Virenmuster (Pattern) heruntergeladen wurden. Klickt man währenddessen im Virenscanner Formular auf Bitdefender aktualisieren, kommt es zu einer Fehlermeldung “Error connecting to server at /opt/lib/bitdefender//bdamsocket: -3”, da der Hintergrundprozess noch nicht vollständig ausgeführt wurde.

GUI: Sporadische Hänger bei laufenden Jobs

In der rechten oberen Ecke der Webadministration wird der Fortschritt von Konfigurationsjobs angezeigt. Bei umfangreichen Änderungen im Bereich Netzwerk, insbesondere bei Ländersperren (geo-ip), kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass die Job-Anzeige während der Aktivierung stockt. Ab Release 7.2.28 werden Sie nun mit der Meldung “Netzwerkverbindung wurde unterbrochen: Nachrichten können verloren gehen, bis die Verbindung wiederhergestellt werden kann.” über solche Situationen informiert.

VPN: Fix für IKEv2 mit Microsoft Windows bricht nach 7,6 Stunden ab

VPN-Verbindungen mit IKEv2 und den Bordmitteln von Microsoft Windows werden nach genau 7,6 Stunden unterbrochen. Der Fehler tritt auf, da Microsoft Windows während der IKE-Neuverschlüsselung andere Algorithmen vorschlägt als bei der ersten Verbindung. Mit einem Registry-Fix lässt sich das Problem beheben, indem der Wert “NegotiateDH2048_AES256” unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\RasMan\Parameters auf 1 gesetzt wird.

Unter folgendem Link finden Sie eine REG-Datei (Registryeintrag) die den Registrierungsschlüssel hinzufügt. Collax übernimmt keine Haftung für Systemfehler, die daraus resultieren.